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„Indesche Basar“ zog 5000 Besucher an


Benefizveranstaltung der ONG „Indesch Patenschaften“

Mit kulinarischen Spezialitäten und indischem Kunsthandwerk als originelles Weihnachtsgeschenk konnten die Besucher der 2012er-Auflage des „Indesche Basar“ gestern Sonntag im Kulturzentrum in Luxemburg-Bonneweg sich selbst oder auch anderen eine Freude bereiten und gleichzeitig die Entwicklungsprojekte der ONG „Indesch Patenschaften“ unterstützen. Mit über 5 000 Besuchern erwies sich die Benefizveranstaltung demnach erneut als Publikumsmagnet.

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Bereits am Vormittag herrschte großer Andrang an den Verkaufsständen, an denen eine vielseitige Auswahl an exotischem Kunsthandwerk, Silberschmuck, Tisch- und Bettdecken aus Patchwork und Batik, Pashmina-Schalen aus Wolle und Seide, Holzspielzeug, Statuen, Weihnachtsschmuck und vielem mehr angeboten wurde.

Ebenso erfreuten sich der Flohmarkt für Kinder und die Tombolalose eines reißenden Absatzes. Zum Mittagstisch wurde eine Auswahl an landestypischen indischen Gerichten und deren vegetarischen Varianten angeboten. Die „Kaffisstuff“ mit leckerem Gebäck – „Eisekuchen“, Kuchen und Torten – sorgte dazu für weitere lukullische Genüsse. Rund 120 Ehrenamtliche, Mitglieder der ONG und Sympathisanten waren im Einsatz und gewährleisteten den reibungslosen Ablauf der Benefizveranstaltung.

Über den ganzen Tag erhielten die Gäste anhand von Filmbeiträgen auch Einblicke in die derzeitigen Entwicklungsprojekte der „ONG Indesch Patenschaften“, darunter der Bau einer Grundschule in Arubotey, das „Social Center Darjeeling“, die „Ceyrac High School for the Handicapped“, den Bau des „Ceyrac Hospital“ in Madurai, das Patienten der „Dalit“-Kaste, also den „Unberührbaren“, vorbehalten ist, die Gründung einer „School of Nursing“ in Chennai sowie die Unterstützung des „Rescue-cum-rehabilitation for victims of prostitution“ in Khalpara.

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Zu den Hauptaktivitäten der Hilfsorganisation gehört die Vermittlung von Patenschaften. Für eine monatliche Spende von 18 Euro ermöglicht der Pate einem Kind eine Ausbildung und gibt ihm damit eine Zukunftsperspektive sowie leistet seinen Beitrag zur allgemeinen Verbesserung der Lebensumstände der Familie des Kindes. Die Anzahl der luxemburgischen Patenschaften liegt derzeit bei 1 252. Seit der Gründung der „Indesch Patenschaften“ im Jahr 1986 konnten bereits 589 Kinder eine Ausbildung erfolgreich abschließen, davon 51 als Lehrerinnen, rund 50 als Sekretärinnen, 20 als Krankenschwester, und die restlichen sind in den verschiedenen Handwerksberufen und in der Landwirtschaft tätig.

Die Organisation wird ausschließlich von Ehrenamtlichen geleitet, so dass die Spenden integral in die Projekte fließen. Spenden können über die Konten IBAN LU48 0019 1200 7553 6000 (BCEE) oder IBAN LU68 1111 1269 7603 0000 (CCPL) überwiesen werden. Nähere Infos über Patenschaften sind über E-Mail an indesch.patenschaften@yahoo.com oder im Internet erhältlich.

Luxemburger Wort 19/11/2012